Cronology Part 1 – 1998-2011 von *Marc Gore* (FSK 18!)

Heute habe ich euch die Rezension zu einem Buch mitgebracht, welches etwas für alle Horror/Splatter Fans ist! Hier gibt es reichlich Blut, Gewalt und Körperflüssigkeiten!

Cronology Part 1 – 1998 – 2011
Autor: Marc Gore
Format: Taschenbuch
Preis: Taschenbuch 14,90
Seitenanzahl: 480

Der Name ist Programm: Marc Gore. Wer sich auf ihn einlässt, weiß genau, was ihn erwartet: Gewalt und Sex, Schmutz und Sperma, voller Blut und Gedärm.

Sind Sie bereit, einen Blick in die Abgründe menschlicher Perversionen zu wagen? In eine Welt des blutigen Grindhousekinos, in der Kettensägen zu donnerndem Metalsound Knochen zerfetzen, während die Opfer mit ihren Todesschreien grausige Chorgesänge anstimmen? In eine Welt des schlechten Geschmacks und Nihilismus?

Dann steigen Sie ein und machen sich auf eine wilde Sleaze-Achterbahnfahrt gefasst.

Cronology habe ich vom lieben Marc Gore als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen und da ich, wie ihr wisst, ein großer Fan solcher extremen Geschichten bin, war ich gespannt was hier auf mich zukommen würde. Es handelt sich um mehrere Kurzgeschichten, wo für jeden Hardcore Fan etwas dabei sein sollte. Ich habe mit wenig Anspruch, dafür aber mit viel Blut, Gewalt, Tabu Themen und Körperflüssigkeiten gerechnet und genau das habe ich auch bekommen. Marc Gore lässt kein Thema aus und jede Geschichte ist individuell und einfallsreich. Manchmal muss man sich sogar das Lachen verkneifen, weil so manche Storys so absurd sind. Das macht Marcs Geschichten aber zu etwas besonderem, meiner Meinung nach. Zu viel Blut, Splatter und Horror, gehört auch eine Portion Witz. Definitiv!

Cronology startet mit einem Vorwort und einer recht lockeren Anfangsgeschichte, mit dem Namen „Kakerlakenfraß“. In dieser begegnen wir einem Friedhofswärter, der in seinem Leben nicht unbedingt beliebt bei dem weiblichen Geschlecht war. Seine Psyche litt also sein Leben lang unter der Ablehnung der Frauen, egal in welchem Alter, ob in seiner Kindheit, Jugend oder im Erwachsenenalter. Immer wurde er von ihnen abgewiesen, beleidigt oder verarscht. Daraufhin wuchs in ihm dieses unbändige Verlangen nach Rache und Unterwerfung, die sich dann im Alter von 27 entlud und ihn zu einem Vergewaltiger machte. Das bedeutete einige Jahre Haft für ihn und als er entlassen wurde, bekam er den Job als Friedhofswärter. Hier sollte er niemandem wehtun können, sollte man denken. Doch auch die Toten sind vor ihm nicht sicher, vor allem nicht die weiblichen. Und so sucht er die kürzlich verstorbenen Frauen heim, unter anderem auch eine 8 Jährige, deren Köpfe er als Trophäe zu Schrumpfköpfen verarbeitet. Das alles gibt ihm das Gefühl, Macht über sie zu haben, denn sie können ihm nicht entkommen, ihn nicht verletzen. Sie gehören ihm allein. Bis zu dem Tag, an dem er sich an der falschen Leiche vergreift. Einer jungen Frau, die sich ihr Leben lang mit dem Okkultismus beschäftigt hatte und sich dann umbrachte um bei ihrem Dämon zu sein, der sie erhörte. Nachdem man die hübsche junge Frau beerdigt hatte, wurde der alte Mann tätig und holte sich auch diesen Kopf für seine Sammlung. Auch wenn er dachte, die Toten könnten ihm nichts anhaben, so hatte er sich dieses Mal getäuscht, denn die junge Frau, liiert mit einem Dämon in der Unterwelt, würde sich diese Schänderei nicht gefallen lassen und kam, mit allen anderen geschändeten Frauen, die der Friedhofswärter geköpft hatte, zurück und ihre Rache war schrecklich!

Diese erste Geschichte, hat mir tatsächlich schon sehr gut gefallen. Oft haben solche Kurzgeschichten ein merkwürdiges Ende, was mich immer abschreckte. Doch Marc Gore handhabt das ganz anders. Er gibt dem Leser ein Ende, welches einen definitiv zufriedenstellt. Man hat nicht das Gefühl, dass noch etwas fehlt, die Geschichten sind in sich perfekt abgeschlossen und super für zwischendurch. Gerade wenn man ein absoluter Fan von Hardcore Lektüre ist, sollte man Cronology im Bücherregal haben.

Das Buch kommt mit über 400, fast 500 Seiten daher und liefert ein Haufen blutiger Storys ab. Hier ist 100%ig für jeden etwas dabei. Man sollte sich nur sicher sein, dass man mit solch einer Lektüre klarkommt. Sie ist nichts für blutige Anfänger bzw. Einsteiger in dieses Genre. Wer viele Tabus hat, sollte sich genau überlegen, ob er diese Reise, mit Marc Gore, antreten möchte. Man sollte genau wissen, dass man sich auf etwas einlässt, welches nicht für schwache Gemüter geeignet ist, da einfach viel Blut fließt und auch mal, wie beispielsweise in der ersten Geschichte, ein 8 jähriges Kind Bestandteil der Story ist. Mit sowas solltet ihr keine Probleme haben, daher überlegt euch gut, ob ihr dieses Buch lesen möchtet. Solltet ihr aber alte Hasen in diesem Genre sein, ist Cronology definitiv einen Blick wert. Ich habe zb. jeden Abend zwei oder drei Geschichten gelesen, bevor ich schlafen ging. Für zwischendurch ist es definitiv eine gelungene Lektüre, die mit individuellen Storys punktet und ordentlich Schwung ins Gedankenkarussel bringt. Anspruch darf man hier weniger erwarten, was aber bei 80% der Bücher aus dem Extrem Genre so ist. Das sollte einem immer bewusst sein. Dafür erwarten einen viele interessante und blutige Kurzgeschichten, manche länger, manche kürzer, die es aber alle in sich haben und immer ein gutes Ende zu bieten haben.

Mir hat „Cronology“ sehr gut gefallen, es war abwechslungsreich, hat Spaß gemacht und hat mein Kopfkino zum rattern gebracht. Es befriedigt die blutigen Gelüste der Horror Literatur Freunde definitiv. Deshalb bekommt es von mir 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle Leser des Extremen, die nicht hoch anspruchsvolle Lektüre erwarten, sondern einfach mal etwas blutiges für zwischendurch haben möchten.

Ich danke dir, lieber Marc, für das Rezensionsexemplar und bin gespannt was wir noch von dir lesen dürfen in Zukunft. Ich mag deine Storys definitiv!

Und jetzt wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Lesen ihr Lieben und bin auf eure Meinungen und Kommentare zum Buch gespannt! Bis zum nächsten Mal!

MARC GORE lebt in Bremen, ist Autor von Splatterpunk-Stories und spielte in der Splatterkomödie „Der König der Kannibalen“ einen blutrünstigen Menschenfresser. Weil er bereits zur Schulzeit Aufsätze wie „Kakerlakenfraß“ und „Blutrache der Geschändeten“ verfasste, darf er als „zum Pulp-Autor geboren“ gelten. Wer mehr von ihm lesen will, sucht im einschlägigen Buchhandel zum Beispiel nach seinen Story-Sammlungen „The Terror Compilation“ und „Grindhouse Splatter“ oder nach der „Fleisch-Reihe“ aus dem Eldur-Verlag..

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